Warum bleiben alle zu Hause – ein Bilderbuch zur Pandemie in vielen Sprachen

Claus Daniel Herrmann und Roman Jungblut haben ein kleines Bilderbuch gestaltet, das Erziehungsberechtigten dabei helfen soll, ihren Kindern zu erklären, warum in der aktuellen Situation – hervorgerufen durch den Corona-Virus – Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen. Es heißt: „Warum bleiben alle zu Hause?“ und wurde mit der Hilfe vieler lieben Menschen schon in einige Sprachen übersetzt.

https://warumbleibenallezuhause.de/


Spendenaktion für „Ärzte ohne Grenzen“

Das Buch stellen die Autoren kostenlos zur Verfügung – bitten aber um eine Spende für eine Organisation, die unter anderem Menschen Hilfe leistet, die nicht zu Hause bleiben können.

Zu diesem Zweck haben wir eine Spendenaktion für Ärzte ohne Grenzen eingerichtet, die ihr ganz komfortabel über Facebook unterstützen könnt:

Zur Spendenaktion auf Facebook

Alternativ könnt ihr auch direkt auf aerzte-ohne-grenzen.de spenden:

Zur Spendenaktion auf aerzte-ohne-grenzen.de

Märchen der Brüder Grimm in 13 Sprachen

Acht bekannte und beliebte Märchen der Brüder Grimm  in 13 Sprachen bietet das Projekt Erzähl mir deine Geschichten der Grimmwelt in Kassel. Aufbereitet mit Texten, Videos, Spiel- und Bastelanleitungen, didaktischem Material …

Märchen der Brüder Grimm in 13 Sprachen – als Videos mit Märchenvorleserinnen aus aller Welt oder als Märchenbuch-PDF zum Download.

https://www.grimmwelt.de/grimmwelt-kassel/erzaehl-mir-deine-geschichten/

https://www.grimmwelt.de/grimmwelt-kassel/erzaehl-mir-deine-geschichten/download-der-materialen/

Skripte der Vorträge auf dem Leipziger Bibliothekskongress sind online

Unter dem Titel „Bunt alleine reicht nicht! Interkulturelle Vielfalt mit Erfolg ins Team bringen“ hatte die dbv-Kommission für Interkulturelle Bibliotheksarbeit zu einer Session auf dem Bibliothekskongress 2019 in Leipzig eingeladen.

Infos zur Session

Die Folien zu den Vorträgen stehen auf dem OPUS-Server des BIB zum Download bereit.

„Bürokratische Hindernisse bei der Einstellung überwinden“ von Markus Saxinger

„Quereinsteiger*innen qualifizieren. Das Beispiel des Schweizer Modells von Interbiblio“ von Brikela Andrea und Therese Salzmann

Ferdosi – Medien in vielen Sprachen aus Schweden

Der Anbieter sitzt zwar nicht in Deutschland, sondern in Schweden, aber die Sprachenvielfalt ist beeindrucken, zumal auch viele Sprachen aus afrikanischen Ländern angeboten werden. Neben Büchern sind auch Hörbücher, eBooks, Musik, Filme, Software und Lernhilfen Teil des umfangreichen Angebots. Auch die Website ist in mehreren Sprachen abrufbar, u.a. Englisch.

Mehr unter https://ferdosi.com/

Arabischsprachige Hörspielfassungen

Das Goethe-Institut Alexandria hat unter Leitung von Julia Tieke, Hörspielredakteurin Deutschlandradio Kultur, als Qualifizierungsprogramm für Kulturschaffende aus Ägypten zwei Hörspiele produziert.

Diese basieren auf den Kinderbüchern „Die kleine Hexe“ von Otfried Preussler und „Paulas Reisen“ von Paul Maar. Die arabischsprachigen Hörspielfassungen wurden im November 2018 öffentlich präsentiert und stehen nun zusammen mit einer Begleitinformation zur Nutzung auf der Homepage des Goethe-Instituts zur Verfügung.

https://www.goethe.de/ins/eg/de/kul/sup/esm.html (Deutsch)

https://www.goethe.de/ins/eg/ar/kul/sup/esm.html (Arabisch)

Der geplante „Migrationspakt“ auf deutsch

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der sog. „Migrationspakt“ der Vereinten Nationen sorgt weiter für hitzige Debatten. Dieser „Pakt“, mit dem die UN erstmals Grundsätze für den Umgang mit Migranten festlegen will, soll bei einem Gipfeltreffen am 10. und 11. Dezember 2018 in Marokko angenommen werden.

Die deutsche Fassung steht als pdf-Dokument zur Verfügung unter

http://www.un.org/depts/german/migration/A.CONF.231.3.pdf

 

 

Film zum Projekt „Deutsch lernen im virtuellen Klassenzimmer“

P1020280

Lerngruppe in der Stadtbibliothek Ludwigsburg

An dem Projekt nahmen insgesamt acht baden-württembergische Öffentliche Bibliotheken und eine Schulbibliothek in Niedersachsen teil (in zwei Projektphasen: Nov 2016 – Feb 2017, Nov 2017 – Feb 2018). Sie nahmen Live-Online-Kurse für Deutschlerner auf und zeigten, dass das virtuelle Format digitale Lernangebote von Bibliotheken durchaus ergänzen kann. Das Projekt fand auch auf internationaler Ebene Beachtung: auf der Jahreskonferenz des amerikanischen Bibliotheksverbandes in New Orleans wurden Methode und die Projekt-Ergebnisse vorgestellt.

Links zu den Filmen:
https://youtu.be/xSUfeATUy4A  (deutschsprachige Ausgabe)

https://youtu.be/ikCNP2A90zg (englischsprachige Ausgabe)

Weitere Informationen zu dem Projekt sind unter folgendem Link zu finden:

https://www.bibliotheksverband.de/landesverbaende/baden-wuerttemberg/aktivitaeten/e-learning-projekte.html

Pressemeldung lesen: PM Best Practice in USA – Deutsch lernen im Virtuellen Klassenzimmer

1. Arbeitstreffen der neuen Kommissionsmitglieder in Frankfurt

Am 6. und 7.9.2018 trafen sich die neuen Mitglieder der dbv – Kommission Interkulturelle Bibliotheksarbeit in der Stadtbücherei Frankfurt am Main. An zwei Tagen wurden die zukünftigen Projekte der Kommission für die nächsten drei Jahre besprochen. Ein Schwerpunkt der Arbeitssitzung lag auf dem kommenden Bibliothekskongress in Leipzig im März 2019. Das Foto zeigt von links folgende Personen: Meheddiz Gürle (Stadt- und Landesbibliothek Dortmund), Britta Schmedemann (kommissarischer Vorsitz, Stadtbibliothek Bremen), Dr. Silke Schumann (Stadtbücherei Frankfurt am Main – Stadtteilbibliothek Gallus) und Petra Meier-Ehlers (Münchner Stadtbibliothek). Das Kommissionsmitglied Marion Wüstling (Stadtbibliothek Ludwigsburg) ist beim nächsten Arbeitstreffen wieder dabei.Arbeitstreffen der Kommission in Frankfurt (7.9.2018)

Die Wochenzeitung „Das Parlament“ in Leichter Sprache

Die Redaktion der Wochenzeitung „Das Parlament“ hat sich entschlossen, ihre Ausgaben mit Informationen in „Leichter Sprache“ zu ergänzen. In einer vierseitigen, herausnehmbaren Beilage werden aktuelle politische Begriffe und Themen in Wort und Bild von Fachleuten verständlich aufbereitet.

Die Kunst besteht darin, komplexe Zusammenhänge auf den jeweiligen Kern zu reduzieren. Dabei muss allerdings der Sinn der Aussage erhalten bleiben. Die Erklärung darf also nicht so verkürzt werden, dass die Vereinfachung die Botschaft manipuliert.

Die Beilage liegt ab sofort jeder Ausgabe von „Das Parlament“ bei und steht auch als E-Paper unter www.das-parlament.de zur Verfügung. Das Dokument kann als PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden. Inhaltliche Beschränkungen gibt es nicht.

In der Ausgabe Nr. 93 „Probleme im Flüchtlings-Amt“ geht es zum Beispiel um die BAMF-Affäre. Aber auch internationale Themen werden aufgegriffen, wie zum Beispiel „Wahl in Russland“ im März 2018. Komplexe politische und gesellschaftliche Fragestellungen unterschiedlichster Art werden erklärt: Gleichstellung, Mietpreis-Bremse, Datenschutz und vieles mehr. Auch rückwirkend eine wahre Fundgrube.

https://www.bundestag.de/leichte_sprache/was_macht_der_bundestag/parlament

 

Neues SVR-Jahresgutachten zu Integration und Migration erschienen

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) stellt heute in Berlin sein neuntes Jahresgutachten „Steuern, was zu steuern ist: Was können Einwanderungs- und Integrationsgesetze leisten?“ vor. Ich freue mich sehr, es Ihnen zu übermitteln.

Das Gutachten lotet aus, welche gesetzgeberischen Möglichkeiten bestehen, um Migration zu steuern und die gesellschaftliche Teilhabe aller zu fördern. Es fasst die bestehende Gesetzeslage auf nationaler und EU-Ebene zusammen und weist auf politische Handlungsfelder sowie die Grenzen der Gestaltung hin.

Zentrale Ergebnisse

  • Einwanderungs- und Integrationsgesetze haben – auch jenseits ihrer konkreten Steuerungswirkung – Signalfunktion nach innen wie nach außen. So können Integrationsgesetze (auf Bundes- oder Länderebene) helfen, sich darüber zu verständigen, wie das Zusammenleben in einer Einwanderungsgesellschaft wie der deutschen aussehen soll. Ein Einwanderungsgesetzbuch könnte die bestehenden Regelungen zur Zuwanderung zusammenfassen, vereinfachen und systematisieren und es dadurch der Bevölkerung hierzulande ebenso wie Interessierten im Ausland erleichtern, die Zuwanderungsmöglichkeiten, die das deutsche Recht bietet, zu verstehen.
  • Der SVR empfiehlt, beruflich qualifizierten Fachkräften die Zuwanderung zu erleichtern. Bevor jemand aus einem Land außerhalb der EU einen Aufenthaltstitel zur Erwerbstätigkeit erhält, müssen bislang die im Ausland erworbenen Qualifikationen als gleichwertig zu deutschen Standards anerkannt werden. Dies stellt eine Hürde dar. Der SVR schlägt ein Pilotprojekt mit dem Namen ‚Nimm2+‘ vor: Fachkräfte, die im Ausland eine Ausbildung abgeschlossen haben und einen Arbeitsvertrag vorlegen können, sollen auch ohne Gleichwertigkeitsnachweis nach Deutschland kommen und hier arbeiten können, wenn sie stattdessen mindestens eine andere Voraussetzung erfüllen – beispielsweise über fortgeschrittene Deutschkenntnisse verfügen oder einen Mangelberuf ausüben.
  • Für Flüchtlinge, sonstige Neuzuwandernde wie für Alteingesessene gilt im Hinblick auf Integration: Die gesellschaftliche Teilhabe jedes einzelnen Menschen ist individuell verschieden und in verschiedenen Teilbereichen des gesellschaftlichen Lebens unterschiedlich stark ausgeprägt. Eine adäquate Ausgestaltung der allgemeinen Regelsysteme im Sinne eines sog. Mainstreamings in den entsprechenden Fachpolitiken (also der Bildungs-, der Familien- oder der Arbeitsmarktpolitik) ist wirkungsvoller und auch systematisch überzeugender als Spezialgesetze, die sich nur auf Personen mit Migrationshintergrund beziehen. Bund, Länder und Kommunen sollten ihre Politik besser aufeinander abstimmen, dasselbe gilt für die Ressorts.
  • Um zu erfassen, wie sich Integrationsprozesse entwickeln, sollte der Bund ein Integrationsmonitoring gesetzlich verankern. Die entsprechende Absicht der Bundesregierung ist daher zu begrüßen. Dieses sollte sich nicht auf den strukturellen Bereich von Integration – Arbeitsmarkt, Bildung – beschränken, sondern darüber hinaus soziale und kulturelle Integration erfassen. Das Beobachtungssystem in Deutschland muss insgesamt verbessert werden: Es sollte einheitliche Indikatoren verwenden und dieselben Zielgruppen betrachten. Auch sollte die Fluchtzuwanderung der letzten Jahre gesondert erfasst werden.
  • Integrationsgesetze können Ziele und Richtung vorgeben, die Strukturen auf Landes- und kommunaler Ebene für eine erfolgreiche Integrationspolitik schaffen, und deutlich machen, dass Integration als Querschnittsaufgabe von der Politik erkannt und angegangen wird. Dasselbe gilt für Integrationskonzepte, die vor allem auf Länder- und kommunaler Ebene genutzt werden. Ausschlaggebend für den Erfolg sind eine konsequente Umsetzung und ein gutes Integrationsmonitoring.

Das SVR Jahresgutachten 2018 finden Sie hier.

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Ex Libris: The New York Public Library. Dokumentarfilm von Frederick Wiseman

Ex LibrisDieser Film hat die furchteinflössende Länge von drei Stunden und 17 Minuten, und als er tatsächlich zu Ende ist, möchte ich eigentlich nur eines: ihn nochmals von vorne anschauen.

Um den Finger gewickelt hat mich Wiseman schon bei Minute drei. Seine Kamera hat mich über die mächtigen Stufen und an den ikonischen Löwen vorbei in die Gänge der Bibliotheksverwaltung geführt. Nun stehe ich vor den Telefonkojen des Kundendiensts, wo ein Mitarbeiter einem Anrufer im Tonfall unerschütterlicher Freundlichkeit erklärt, dass ein Einhorn aber ein magisches Tier sei.

Willkommen in der NYPL. Sie ist mit über 50 Millionen Medien eine der grössten Bibliotheken der Welt und legt sich mit ihren 92 Filialen wie ein weitverzweigtes Netz über die ganze Stadt. Die NYPL ist riesig, sie steht vor gigantischen Aufgaben und sie birgt ungeheure Schätze und Kuriositäten. Für ihre Benutzerinnen und Benutzer ist sie dennoch einfach ihre Bibliothek. Und so spielen in Wisemans Dokumentarfilm denn auch nicht die Medien und Sammlungsobjekte sondern die Menschen die Hauptrolle. Manche von ihnen sind weltberühmt: Patti Smith und Elvis Costello sind auf den Bühnen der Bibliothek zu Gast und erzählen in ungezwungenem Rahmen von ihrem Leben und ihrer Kunst. Andere sind charismatisch: der Direktor Tony Marx leitet die Direktionssitzungen leidenschaftlich inhaltlich. Es geht um die Einnahmen aus der Public-Private-Partnership und um den Umgang mit den zahlreichen Obdachlosen in den Bibliotheken. Wieder andere bleiben namenlos, Kundinnen und Bibliothekare, vereint durch ihre Anwesenheit an diesem Ort, auf den sie gemeinsam stolz sind.

Der Dokumentarfilm erkundet das vielfarbige NYPL-Filialnetz, von Harlem nach Brooklyn zur Wall Street. Wiseman lässt sich Zeit und lässt die Unterschiede wirken. Das Kerzenlichtdinner für die Sponsoren, die schmucklosen Kojen im Backoffice, die Weltstars auf der Bühne, die Alten beim Lindy Hop, die Gehörlosen, die Kinder. Wisemans Kamera fährt die Strukturen, Hierarchien und Missionen der NYPL ab. Er rückt eine demokratische Institution ins Bild, die sich mit Haut und Haaren der Bildung verschrieben hat und die dafür immer wieder neue Formen findet. Dieses Verständnis der Bibliothek, die sich in einem permanenten Veränderungsprozess befindet, wird mir im Kinosessel aber nicht wohlmeinend eingelöffelt. Ich muss es mir schon selbst zusammensetzen, indem ich der minutenlangen Budgetdiskussion ebenso folge wie dem ausführlichen Ausschnitt aus dem Autorengespräch. Frederick Wiseman, der erfahrene Dokumentarfilmer (*1930), gibt seine Neugier ungeschnitten an mich weiter, lässt mich schauen und staunen. Keine Stimme aus dem Off kommentiert die Arbeitsprozesse, die Angebote, die Finanzlage oder die Pläne der NYPL. Keine Einblendung erklärt, wer gerade spricht oder wo wir sind. Und doch ist alles ganz klar – hier in der NYPL, diesem Hotspot der Wissenskultur, die sich gerade in Zeiten schwindender Unterstützung für Bürgerrechte und Partizipation, für den freien Zugang zu Wissen und für das Recht auf Selbstverwirklichung stark macht.

Ex Libris: The New York Public Library, Länge: 3h17, Produktionsfirma: Zipporah Films, Filmstart Deutschland: 24. Oktober 2018

Buchtipp: Bildwörterbuch für Friseure

Das Fach-Bildwörterbuch dient der Berufsvorbereitung für Migrantinnen und Migranten mit geringen Deutschkenntnissen zum Erlernen von Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Anhand von beschrifteten Bildern zeigt es das Friseur-Fachvokabular. Die Fachbegriffe und Tätigkeiten stehen in deutscher und englischer Sprache bei den entsprechenden Bildern. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Begriffe in der Muttersprache zu ergänzen. Substantive, Verben und Adjektive werden durch farbliche Kennzeichnungen unterschieden.
Von Britta Kleemiß. Hamburg: Handwerk und Technik, 2018
ISBN: 978-3-582-07705-9
https://www.handwerk-technik.de/produktdetail-1-1/bildwoerterbuch_friseure-2576-0/

Ein Buch von Geflüchteten für Geflüchtete

Geflüchtet aus Afrika – dieser Hintergrund verbindet aktuell viele junge Männer, die neu in Bremen angekommen sind. Die vier jungen Autoren Abdou Karim Diallo, Cheikh Diop, Matar Diop und Modi Samb brachten ihre Erfahrungen rund um Flucht, Ankommen und Deutschlernen zusammen und erzählen in ihrem Kurzroman die fiktive Geschichte von Musa auf seinem Weg von Guinea nach Deutschland. Sie möchten den Menschen, die neu hier ankommen, beim Deutschlernen helfen und Orientierung geben. Unterstützt wurden sie dabei von dem Autor Thomas Vormweg. Entstanden ist ein Kurzroman in der Form eines easy readers, also geschrieben in einfachem Deutsch für alle, die Deutsch lernen oder lehren.

Entstanden ist das Buch in der Lehr- Lernwerkstatt Fach*Sprache*Migration: Sie hat die doppelte Zielsetzung, Bildungs- und Ausbildungschancen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte zu verbessern und gleichzeitig die im Projekt als Förderlehrkraft arbeitenden Lehramtsstudierenden für die Arbeit mit sprachlich und kulturell heterogenen Lerngruppen zu sensibilisieren. Gemeinsam mit Studierenden und Jugendlichen mit Fluchterfahrungen entstehen Unterrichtsmaterialien, die erprobt, evaluiert und als Download zu Verfügung gestellt werden. Auch für den Kurzroman „Musa, Tangali und Bremen“ ist die Entwicklung von didaktischen Materialien geplant.

Das Buch ist eine echte Empfehlung für alle Bibliotheken, auch außerhalb Bremens!

Musa, Tangali und Bremen / hrsg. Katja Baginski. ISBN 978-3-86460-777-6

Filme und Unterrichtsmaterialien zum Thema Flucht

Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt auf ihrer Website Filme inkl. Unterrichtsmaterial zum Thema Flucht zur Verfügung. In animierten Filmen erzählen 5 Kinder aus unterschiedlichen Ländern, warum sie fliehen mussten. Die Materialien sind frei zugänglich und sicher auch eine gute Empfehlung für Lehrer/-innen. Die Filme und weitere Informationen stehen hier.

Vielen Dank an die Büchereien Wien für diesen Hinweis!

Arabisch-Französische Kinderbücher aus Frankreich

Das „Institut du Monde Arabe“ in Paris hat eine kleine Buchhandlung, die auch arabische Kinderbücher im Original und in zweisprachigen arabisch-französischen Ausgaben führt. Das Institut publiziert die Empfehlungsliste Livres pour la jeunesse en arabe. Die Bücher können auch Online unter dem folgenden Link bestellt werden:

https://www.imarabe.org/fr/boutique

https://www.imarabe.org/fr

Plakat-Aktion „Bremen lebt Vielfalt“

Öffentliche Bibliotheken bieten erfolgreich schon seit vielen Jahren interkulturelle Angebote für ihre Kund*innen aus verschiedensten Kulturen an. Aktuell wächst auch das Verständnis dafür, dass neben diesen Angeboten auch die Vielfalt in den eigenen Teams ein großes Potential mit sich bringt. Das brachte Britta Schmedemann, Zielgruppenbeauftragte der Stadtbibliothek Bremen, auf die Idee, die Vielfalt in den Teams noch deutlicher sichtbar zu machen, nach dem Motto: Diversity macht uns erfolgreich. Gemeinsam mit dem Bremer Rat für Integration (BRI) und dem Bündnis „Bremen ist bunt“ (Bib) konnte diese Idee ausgebaut werden, so dass nun nicht nur die Vielfalt der Stadtbibliothek Bremen sichtbar ist, sondern auch vieler weiterer Unternehmen und Institutionen in Bremen.

Nach dem Vorbild eines Banners der Berliner Philharmoniker wurde ein Rahmenplakat gestaltet, das von allen Einrichtungen und Firmen individuell gefüllt wird mit Logo, Unternehmensfarbe und drei aussagekräftigen Zahlen: Anzahl der Mitarbeiter*innen, Anzahl der Herkunftsländer und Anzahl der Sprachen. Unter dem Titel „Wir sind für Vielfalt und eine offene Gesellschaft“ werden im Oktober die Zahlen von 18 Bremer Unternehmen sowie der Bremischen Bürgerschaft auf 100 Großplakaten im Stadtgebiet sichtbar gemacht. Außerdem kann jedes Unternehmen die eigenen Plakate zur Innen- und Außenwirkung nutzen. Zahlreiche Unternehmen und Initiativen sind an der Aktion beteiligt: Von Werder Bremen über die Hochschule Bremen und der Stadtbibliothek Bremen bis hin zu den Atlantic Hotels. Und es sollen noch mehr werden. Für weitere Informationen zu der Aktion steht Britta Schmedemann gerne zur Verfügung: britta.schmedemann@stadtbibliothek.bremen.de

Hier klicken, um die Plakat-Vielfalt zu sehen.

Britta Schmedemann und Barbara Lison

Bibtag17

Vielen Dank allen Mitwirkenden, Zuhörern und den Gästen aus Estland, Norwegen und Österreich für die bereichernden Vorträge auf dem diesjährigen Bibliothekartag. Wir freuen uns bereits auf den 107. Bibliothekartag in Berlin!


Medienboxen der Stadtbibliothek Bremen als Best-Practice-Vorhaben ausgezeichnet

„Der Zugang zu Kunst und Kultur ist ein Schlüssel für das Ankommen in der neuen Gesellschaft“ schreibt die Kultusministerkonferenz der Länder und veröffentlicht mit einer Projektdatenbank Best-Practice-Beispiele aus allen 16 Bundesländern. Aus jedem Land sind jeweils bis zu fünf künstlerisch-kulturelle Projekte vertreten. Für das Land Bremen wurden neben drei weiteren Projekten auch das Angebot „Medienboxen in Flüchtlingsunterkünften“ der Stadtbibliothek Bremen aufgenommen.

Vorgestellt werden in der Best-Practice-Datenbank herausragende Projekte der Länder aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Bildende Kunst, Literatur und anderer Sparten, die sprachliche Barrieren und kulturelle Unterschiede überwinden helfen. Sie ist beim Haus der Kulturen der Welt unter der Adresse www.best-practice-projekte.de einsehbar und wird ständig aktualisiert werden.

Habt Ihr eigentlich die Bibliotheken auf dem Schirm?

Neben vielen sehr interessanten Vorträgen und Fachforen gab es beim 6. Bundesfachkongress Interkultur vom 03.-05.04.2017 in Braunschweig die Möglichkeit, im Rahmen eines Intercultural Slam eigene Projekte und Ideen kurz und knackig vorzustellen.

Beim Kongress trafen sich Vertreter und Vertreterinnen aller Sparten bundesweit. Leider waren die Bibliotheken kaum präsent. Einzelne lokale Projekte vorzustellen, schien in diesem Kontext wenig sinnvoll.

Für die Kommission für interkulturelle Bibliotheksarbeit des dbv habe ich deshalb für Bibliotheken als Kooperationspartner geworben.

Habt Ihr eigentlich die Bibliotheken auf dem Schirm?

Mit Hilfe eines von Kollegin Jana Dieterich (herzlichen Dank!) gestalteten Bücherhallen-Schirms habe ich in vier Minuten erläutert: Bibliotheken sind tolle Kooperationspartner. Sie haben meist attraktive Öffnungszeiten, sind mit ihren Filialen in der ganzen Stadt und damit ganz nah an den Menschen und erreichen mit ihren Angeboten sehr viele Menschen mit Migrationshintergrund.

Bibliotheken können als Brückenbauer und Türöffner wirken. Kooperationen sind mit fast allen Sparten denkbar und vielfach bereits umgesetzt. Die hier gezeigten Symbole stehen für Festivals, Theater, Musikeinrichtungen, Stadtteilkulturzentren…

Der abschließende Appell lautete: „Wenn Eure Bibliothek noch nicht auf Euch zugekommen ist, sprecht sie einfach an.“

Kommissionssitzung: Zu Gast in der Stadtbücherei Würzburg

Zweimal im Jahr trifft sich die Kommission für interkulturelle Bibliotheksarbeit zu zwei- bis dreitägigen intensiven Arbeitstreffen. Am 06. und 07.03. durften wir in der Stadtbücherei Würzburg mit ihrem ganz neu gestalteten Eingangsbereich zu Gast sein.

Stadtbücherei Würzburg

Wir haben uns sehr willkommen gefühlt. Zu vielen Punkten konnten wir uns mit den engagierten Würzburger Kolleginnen austauschen und dabei einen kleinen Einblick in die Kommissionsarbeit gewähren. 2018 endet unsere Amtszeit. Wir hoffen auf zahlreiche Bewerbungen um die Mitarbeit in der kommenden Amtszeit.

Wir haben Rückblick gehalten auf die Projekte des vergangenen Jahres, unsere „Invited Session“ auf dem Bibliothekartag (Save the date: Donnerstag 16 Uhr bis 18 Uhr) mit internationalen Gästen weiter geplant und neue Ideen entwickelt. Unter anderem soll es, wenn alles klappt, im Sommer oder Herbst ein weiteres Webinar rund um das Thema Veranstaltungs- und Vermittlungsangebote geben.

Kommission und Gäste

Ein herzliches Dankeschön an die KollegInnen in Würzburg, die übrigens schon auf Facebook über unseren Besuch berichtet haben, und die uns das Foto von der Sitzung zur Verfügung gestellt haben.

Der Drachenprinz – ein Buch für geflüchtete Kinder in vielen Sprachen

„Der Drachenprinz“ erklärt auf 36 Seiten das alltägliche Leben in Deutschland aus der  Perspektive von Lisa und Yasin. Es ist ein Willkommens-Geschenk der deutschen Zivilgesellschaft für geflüchtete Familien mit kleinen Kindern, die Deutschland und die deutsche Sprache kennenlernen möchten, oder müssen.
„Der Drachenprinz“ wurde von der Bundesagentur für Arbeit kostenfrei an geflüchtete Kinder und deren Familien abgegeben. Die hierfür erforderlichen Exemplare des „Drachenprinzen“ wurden der Bundesagentur für Arbeit großzügig von deutschen Einrichtungen, Firmen und Privatpersonen zur Verfügung gestellt. Zu dem deutschen Bilderbuch gibt es Einlegetexte in arabischer Sprache, in Dari, Farsi, Französisch, Kurmandschi, Pashtu, Sorani und Türkisch.
http://www.drachenprinz.com/home
Eine deutsche Sonderausgabe des Drachenprinzen ist  im Buchhandel erhältlich.
Fröbe, Louiz: Der Drachenprinz
ISBN-13 9783946793106
holmVerlag

Die Deutsche Welle  hat Hörbücher des „Drachenprinzen“ produziert. Sie stehen in neun Sprachen zum kostenlosen Download bereit.
http://www.drachenprinz.com/audio

„Der Drachenprinz“ ist eine pro bono Initiative der Holm Keller GmbH.

 

Das IFLA/UNESCO- Manifest und der Baukasten für multikulturelle Bibliotheken

Schon 2008 haben der internationale Bibliotheksverband IFLA und die UNESCO ein gemeinsames Manifest zur multikulturellen Bibliotheksarbeit vereinbart. Ergänzend hat die IFLA  im letzten Jahr einen Baukasten erarbeitet, der die Bibliotheken bei der Implementierung unterstützen soll.

Dieses Toolkit enthält praktische Materialien zum kostenlosen Download:

  • eine Anleitung
  • ein Handbuch für einen Workshop
  • eine Checkliste mit Kernaktivitäten
  • ein Konzept für eine Bedarfsanalyse
  • Richtlinien für die Entwicklung eines Leitbildes
  • eine Schablone zur Entscheidungsfindung

Ein erklärendes Video in deutscher Sprache auf Youtube erläutert den Baukasten und führt zehn Gründe für multikulturelle Bibliotheksarbeit an.

baukasten

Wimmelbild

Die Bestellfrist endet heute: Sie können die Plakate heute noch kostenpflichtig über das Onlineformular auf der Internetseite des dbv bestellen, dann wird die Gesamtauflage der Plakate produziert. Die Auslieferung der Plakate erfolgt ca. zwei bis drei Wochen später direkt aus der Druckerei.

foto_wimmelbild

Zum Bestellformular: http://www.bibliotheksverband.de/fachgruppen/kommissionen/interkulturelle-bibliotheksarbeit/wimmelbild/bestellung.html

Informationen zum Wimmelbild finden Sie hier:

http://www.bibliotheksverband.de/fachgruppen/kommissionen/interkulturelle-bibliotheksarbeit/wimmelbild/bestellung.html