Medienboxen der Stadtbibliothek Bremen als Best-Practice-Vorhaben ausgezeichnet

„Der Zugang zu Kunst und Kultur ist ein Schlüssel für das Ankommen in der neuen Gesellschaft“ schreibt die Kultusministerkonferenz der Länder und veröffentlicht mit einer Projektdatenbank Best-Practice-Beispiele aus allen 16 Bundesländern. Aus jedem Land sind jeweils bis zu fünf künstlerisch-kulturelle Projekte vertreten. Für das Land Bremen wurden neben drei weiteren Projekten auch das Angebot „Medienboxen in Flüchtlingsunterkünften“ der Stadtbibliothek Bremen aufgenommen.

Vorgestellt werden in der Best-Practice-Datenbank herausragende Projekte der Länder aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Bildende Kunst, Literatur und anderer Sparten, die sprachliche Barrieren und kulturelle Unterschiede überwinden helfen. Sie ist beim Haus der Kulturen der Welt unter der Adresse www.best-practice-projekte.de einsehbar und wird ständig aktualisiert werden.

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Umfrage-Ergebnisse zur kulturellen Vielfalt

Der Ergebnisbericht der Umfrage »wbmonitor 2016: Kulturelle Vielfalt« wurde veröffentlicht. wbmonitor ist ein Kooperationsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung e.V. – Leibniz-Zentrum (DIE) und versteht sich als Koordinator eines Informations­austausches für und über die Weiter­bildungs­landschaft. Jährlich im Mai lädt wbmonitor die Weiter­bildungs­anbieter per E-Mail zu seiner Umfrage zu einem aktuellen Thema, zu ihrem Leistungs­angebot und ihrer Geschäfts­entwicklung ein. In der aktuellen Studie wurde das Thema „Kulturelle Vielfalt“ untersucht.

Direktabruf des Berichts (PDF): wbmonitor 2016 Ergebnisbericht

Habt Ihr eigentlich die Bibliotheken auf dem Schirm?

Neben vielen sehr interessanten Vorträgen und Fachforen gab es beim 6. Bundesfachkongress Interkultur vom 03.-05.04.2017 in Braunschweig die Möglichkeit, im Rahmen eines Intercultural Slam eigene Projekte und Ideen kurz und knackig vorzustellen.

Beim Kongress trafen sich Vertreter und Vertreterinnen aller Sparten bundesweit. Leider waren die Bibliotheken kaum präsent. Einzelne lokale Projekte vorzustellen, schien in diesem Kontext wenig sinnvoll.

Für die Kommission für interkulturelle Bibliotheksarbeit des dbv habe ich deshalb für Bibliotheken als Kooperationspartner geworben.

Habt Ihr eigentlich die Bibliotheken auf dem Schirm?

Mit Hilfe eines von Kollegin Jana Dieterich (herzlichen Dank!) gestalteten Bücherhallen-Schirms habe ich in vier Minuten erläutert: Bibliotheken sind tolle Kooperationspartner. Sie haben meist attraktive Öffnungszeiten, sind mit ihren Filialen in der ganzen Stadt und damit ganz nah an den Menschen und erreichen mit ihren Angeboten sehr viele Menschen mit Migrationshintergrund.

Bibliotheken können als Brückenbauer und Türöffner wirken. Kooperationen sind mit fast allen Sparten denkbar und vielfach bereits umgesetzt. Die hier gezeigten Symbole stehen für Festivals, Theater, Musikeinrichtungen, Stadtteilkulturzentren…

Der abschließende Appell lautete: „Wenn Eure Bibliothek noch nicht auf Euch zugekommen ist, sprecht sie einfach an.“