Stipendium der Anna-Lindh-Stiftung

Nur noch bis zum 15. Juni besteht die Möglichkeit, sich für ein Stipendium der Anna-Lindh-Stiftung zu bewerben, das einen Auslandsaufenthalt von 30 bis 90 Tagen in einem der 42 Mitgliedsstaaten (EU-Staaten und südliche bzw. östliche Anrainerstaaten des Mittelmeeres) erlaubt – entweder im Tausch mit einer Kollegin / einem Kollegen oder als Gast einer anderen Institution.

Die 2005 gegründete Anna-Lindh-Stiftung fördert den interkulturellen Dialog und versteht sich als ein Netzwerk der Netzwerke der Mitgliedsstaaten. In Deutschland leitet das Goethe-Institut e.V. das Netzwerk. Die Koordination übernimmt das ZAK (Zentrum für angewandte Kulturwissenschaften und Studium Generale am Karlsruher Institut für Technologie).

Für wen die Ausschreibung jetzt zunkurzfristig kommt, oder wer die Rahmenbedingungen nicht erfüllt, dem sei trotzdem ein Blick auf das Blog des deutschen Netzwerkes empfohlen.

 

Habt Ihr eigentlich die Bibliotheken auf dem Schirm?

Neben vielen sehr interessanten Vorträgen und Fachforen gab es beim 6. Bundesfachkongress Interkultur vom 03.-05.04.2017 in Braunschweig die Möglichkeit, im Rahmen eines Intercultural Slam eigene Projekte und Ideen kurz und knackig vorzustellen.

Beim Kongress trafen sich Vertreter und Vertreterinnen aller Sparten bundesweit. Leider waren die Bibliotheken kaum präsent. Einzelne lokale Projekte vorzustellen, schien in diesem Kontext wenig sinnvoll.

Für die Kommission für interkulturelle Bibliotheksarbeit des dbv habe ich deshalb für Bibliotheken als Kooperationspartner geworben.

Habt Ihr eigentlich die Bibliotheken auf dem Schirm?

Mit Hilfe eines von Kollegin Jana Dieterich (herzlichen Dank!) gestalteten Bücherhallen-Schirms habe ich in vier Minuten erläutert: Bibliotheken sind tolle Kooperationspartner. Sie haben meist attraktive Öffnungszeiten, sind mit ihren Filialen in der ganzen Stadt und damit ganz nah an den Menschen und erreichen mit ihren Angeboten sehr viele Menschen mit Migrationshintergrund.

Bibliotheken können als Brückenbauer und Türöffner wirken. Kooperationen sind mit fast allen Sparten denkbar und vielfach bereits umgesetzt. Die hier gezeigten Symbole stehen für Festivals, Theater, Musikeinrichtungen, Stadtteilkulturzentren…

Der abschließende Appell lautete: „Wenn Eure Bibliothek noch nicht auf Euch zugekommen ist, sprecht sie einfach an.“

6. Bundesfachkongress Interkultur vom 03.-05.04.2017 in Braunschweig

Vom 03.-05.04.2017 findet der 6. Bundesfachkongress Interkultur  „Land in Sicht – Interkulturelle Visionen für Heute und Morgen“ in Braunschweig statt.

Zeitgleich zur Themenwoche Interkultur des Staatstheater Braunschweigs entwickelt der Kongress Visionen für das Themenfeld „Interkultur“. Veranstaltet vom Bundesweiten Ratschlag für kulturelle Vielfalt, dem Forum der Kulturen Stuttgart e.V. und dem Haus der Kulturen Braunschweig e.V. macht der im zweijährigen Rhythmus stattfindende Kongress diesmal Station in Braunschweig. Dabei bringt er Akteure aus Politik und Verwaltung, dem Kultur-, Jugend-, Bildungs- und Sozialbereich sowie der internationalen Entwicklungszusammenarbeit zusammen.

 

Eröffnet wird die Veranstaltung u. a. mit Beiträgen der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic, und der Parlamentarischen  Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Caren Marks. Zum Auftakt gibt die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo ihre literarische Antwort für Menschen ohne Migrationshintergrund „Die Entdecker oder die Entdeckten.  Was kam zuerst?“ und Heribert Prantl, Jurist, Autor und  Journalist bei der Süddeutschen Zeitung, sein Statement „Heimat in flüchtigen Zeiten“.

Inhalt des zweiten Tages des Kongresses sind insgesamt sechs Fachforen, die sich mit den kulturgesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen.

Der dritte Tag bildet den Abschluss des Kongresses, zu dem wir die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor mit ihrem Beitrag „Willst Du Dein Land verändern…“ erwarten  sowie die Kabarettistin Idil Baydar

Unter http://bundesfachkongress-interkultur-2017.de finden sich alle weiteren Einzelheiten und die Anmeldung. 

Kommissionssitzung: Zu Gast in der Stadtbücherei Würzburg

Zweimal im Jahr trifft sich die Kommission für interkulturelle Bibliotheksarbeit zu zwei- bis dreitägigen intensiven Arbeitstreffen. Am 06. und 07.03. durften wir in der Stadtbücherei Würzburg mit ihrem ganz neu gestalteten Eingangsbereich zu Gast sein.

Stadtbücherei Würzburg

Wir haben uns sehr willkommen gefühlt. Zu vielen Punkten konnten wir uns mit den engagierten Würzburger Kolleginnen austauschen und dabei einen kleinen Einblick in die Kommissionsarbeit gewähren. 2018 endet unsere Amtszeit. Wir hoffen auf zahlreiche Bewerbungen um die Mitarbeit in der kommenden Amtszeit.

Wir haben Rückblick gehalten auf die Projekte des vergangenen Jahres, unsere „Invited Session“ auf dem Bibliothekartag (Save the date: Donnerstag 16 Uhr bis 18 Uhr) mit internationalen Gästen weiter geplant und neue Ideen entwickelt. Unter anderem soll es, wenn alles klappt, im Sommer oder Herbst ein weiteres Webinar rund um das Thema Veranstaltungs- und Vermittlungsangebote geben.

Kommission und Gäste

Ein herzliches Dankeschön an die KollegInnen in Würzburg, die übrigens schon auf Facebook über unseren Besuch berichtet haben, und die uns das Foto von der Sitzung zur Verfügung gestellt haben.

Neues Infoportal zum Thema Flüchtlinge

Auf vielfachen Wunsch von Haupt- und Ehrenamtlichen hat die Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration die auf diversen Seiten der Stadt vorhandenen Informationen gebündelt und thematisch geordnet. Natürlich steht Hamburg im Fokus, aber sehr viele der Informationen zu Arbeit, Asyl, Gesetzen, Studium etc. gelten natürlich bundesweit. Ein Klick lohnt sich sicher.

Die Themen, zu denen es im Moment Einträge gibt sind:

  • Arbeit
  • Asyl und Aufenthalt
  • Behinderung
  • Ehrenamtliches Engagement
  • Geldleistungen für Flüchtlinge
  • Gesetze
  • Gesundheit
  • Kinderbetreuung
  • Klagen
  • Opferschutz
  • Schule
  • Sport
  • Sprache
  • Studium
  • Unbegleitete minderjährige Ausländer
  • Unterbringung
  • Werte und Normen
  • Wohnen
  • Zahlen

Wie verändert Migration die kulturelle Bildung? – 9. Dialogforum „Kultur bildet“

Das Dialogforum »Kultur bildet.« ist eine öffentliche Veranstaltungsreihe zur kulturellen Bildung. Zweimal jährlich gibt es Podiumsdiskussionen zu verschiedenen Themen.

Am 14.12. diskutierten im podewil in Berlin unter Moderation von Susanne Führer Prof. Christian Höppner (Präsident des Deutschen Kulturrats), Dr. Sabine Homilius (Leiterin der Stadtbücherei Frankfurt am Main),  Uta Schnell (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kulturstiftung des Bundes, „360° – Fonds für die Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“) und Prof. Dr. Stefan Weber (Direktor des Museums für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin) darüber, wie Migration die kulturelle Bildung verändert.

Öffentliche Bibliotheken nehmen in diesem Prozess eine wichtige Rolle ein, wie vor allem die Beispiele aus Frankfurt zeigten. Die Podiumsdiskussion wurde aufgezeichnet, im Deutschlandradio Kultur und bei WDR 3 ausgestrahlt, und ist bis Juni 2017 hier nachzuhören.

Geste-Buch – eine interaktive interkulturelle Ausstellung

Im Rahmen des eigenarten-Festivals 2016 haben die Bücherhallen Hamburg eine interaktive interkulturelle Ausstellung gezeigt, die auf großes Interesse bei Kundinnen und Kunden gestoßen ist.

Eleonora Cucina und Christian Löwnau haben zahlreiche Gesten, die je nach Kultur und Kontext unterschiedlich interpretiert werden, als Fotografien, Zeichnungen und Plastiken im Foyer der Zentralbibliothek ausgestellt.

Eine Auswahl der Gesten. Copyright: Eleonora Cucina

Eine Auswahl der Gesten. Copyright: Eleonora Cucina

Die Deutung haben die BesucherInnen übernommen:

Unterschiedliche Bedeutungen in verschiedenen Kulturen. Copyright: Eleonora Cucina

Eine Geste – unterschiedliche Bedeutungen in verschiedenen Kulturen. Copyright: Eleonora Cucina

Eine Geste - unterschiedliche Bedeutungen in verschiedenen Kontexten

Eine Geste – unterschiedliche Bedeutungen in verschiedenen Kontexten. Copyright: Eleonora Cucina

Die Ausstellung in den Bücherhallen wurde auf 24 Tafeln (75 cm x 200 cm) präsentiert, die sich wie ein Leporello im Raum öffnen. Für andere Räumen können andere Lösungen gefunden werden.

Wer Interesse an der Ausstellung hat, kann gerne Eleonora Cucina direkt kontaktieren:

Eleonora Cucina – eleonoracucina@googlemail.com Mobil +49 171 8311882