Webinar „Libraries in Germany serving immigrants and refugees“

Im Rahmen der Kooperation zwischen der American Library Association (ALA) und dem Deutschen Bibliotheksverband (dbv) berichten Anne Barckow (Bücherhallen Hamburg), Philipp Merth (Stadtbibliothek Stuttgart) und Britta Schmedemann (Stadtbibliothek Bremen) über verschiedene interkulturelle Angebote von deutschen Bibliotheken. Termin ist Donnerstag, der 24. Mai 2018, 17 Uhr (MESZ).

Wer mag und kann, ist herzlich eingeladen, an dem einstündigen Seminar teilzunehmen und natürlich auch, im Chat eigene Erfahrungen und Ideen zu teilen: http://ala.adobeconnect.com/rpkpzpfkir22/.

Weitere Informationen zum Webinar gibt es unter http://www.ala.org/rt/irrt/initiatives. Eine Aufzeichnung wird nach dem Webinar zur Verfügung gestellt.

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„Zur Diskussion gestellt …“ Einladung zur Jahrestagung der Initiative kulturelle Integration

Berlin, 04.05.2018. Die Initiative kulturelle Integration lädt nach anderthalbjähriger Zusammenarbeit zu ihrer ersten Jahrestagung am Dienstag, den 29.05.2018 in die W. M. Blumenthal Akademie (Jüdisches Museum) in Berlin ein.

Ende 2016 gegründet kann die Initiative kulturelle Integration, der zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus der Zivilgesellschaft, den Sozialpartnern, den Kirchen und Religionsgemeinschaften, den Medien, der Bundesregierung und den Kommunen angehören, bereits auf die Vorstellung der 15 Thesen zu kultureller Integration und Zusammenhalt sowie auf die Aktion „Gib mir ein Zeichen“ zurückblicken.

Nun folgt die erste Jahrestagung, bei der die neuen Regierungsvertreter, die die politische Weichenstellung der Integration verantworten, zum Stellenwert des gesellschaftlichen Zusammenhaltes sowie zu geplanten, konkreten Maßnahmen zur Stärkung der kulturellen Integration befragt werden.

Im Anschluss wird Bilanz aus der Aktion „Gib mir ein Zeichen“ gezogen wird: Im Rahmen von „Gib mir ein Zeichen“ suchte die Initiative kulturelle Integration ein Zeichen, dass für Zusammenhalt in Vielfalt steht. Es wurden über 780 Zeichen von Bürgerinnen und Bürgern eingereicht. Die Zeichen symbolisieren gesellschaftlichen Zusammenhalt und kulturelle Integration. Bei der Jahrestagung werden die drei Siegerzeichen vorgestellt und ausgezeichnet.

Am Nachmittag sollen Sie zu Wort kommen. Die Initiative kulturelle Integration lädt zu fünf Diskussionsrunden zu den 15 Thesen „Zusammenhalt in Vielfalt“ ein.

Die Initiative möchte von Ihnen wissen: Wie werden bereits jetzt die Thesen mit Leben erfüllt? Was ist zu tun, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken? Welche Veränderungen sind erforderlich, um das Zusammenleben in Vielfalt zu gestalten? Was kann jeder Einzelne für das Zusammenleben in Vielfalt tun?

Ausführliche Informationen und das Anmeldeformular können hier als pdf-Datei geladen werden.

Neues SVR-Jahresgutachten zu Integration und Migration erschienen

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) stellt heute in Berlin sein neuntes Jahresgutachten „Steuern, was zu steuern ist: Was können Einwanderungs- und Integrationsgesetze leisten?“ vor. Ich freue mich sehr, es Ihnen zu übermitteln.

Das Gutachten lotet aus, welche gesetzgeberischen Möglichkeiten bestehen, um Migration zu steuern und die gesellschaftliche Teilhabe aller zu fördern. Es fasst die bestehende Gesetzeslage auf nationaler und EU-Ebene zusammen und weist auf politische Handlungsfelder sowie die Grenzen der Gestaltung hin.

Zentrale Ergebnisse

  • Einwanderungs- und Integrationsgesetze haben – auch jenseits ihrer konkreten Steuerungswirkung – Signalfunktion nach innen wie nach außen. So können Integrationsgesetze (auf Bundes- oder Länderebene) helfen, sich darüber zu verständigen, wie das Zusammenleben in einer Einwanderungsgesellschaft wie der deutschen aussehen soll. Ein Einwanderungsgesetzbuch könnte die bestehenden Regelungen zur Zuwanderung zusammenfassen, vereinfachen und systematisieren und es dadurch der Bevölkerung hierzulande ebenso wie Interessierten im Ausland erleichtern, die Zuwanderungsmöglichkeiten, die das deutsche Recht bietet, zu verstehen.
  • Der SVR empfiehlt, beruflich qualifizierten Fachkräften die Zuwanderung zu erleichtern. Bevor jemand aus einem Land außerhalb der EU einen Aufenthaltstitel zur Erwerbstätigkeit erhält, müssen bislang die im Ausland erworbenen Qualifikationen als gleichwertig zu deutschen Standards anerkannt werden. Dies stellt eine Hürde dar. Der SVR schlägt ein Pilotprojekt mit dem Namen ‚Nimm2+‘ vor: Fachkräfte, die im Ausland eine Ausbildung abgeschlossen haben und einen Arbeitsvertrag vorlegen können, sollen auch ohne Gleichwertigkeitsnachweis nach Deutschland kommen und hier arbeiten können, wenn sie stattdessen mindestens eine andere Voraussetzung erfüllen – beispielsweise über fortgeschrittene Deutschkenntnisse verfügen oder einen Mangelberuf ausüben.
  • Für Flüchtlinge, sonstige Neuzuwandernde wie für Alteingesessene gilt im Hinblick auf Integration: Die gesellschaftliche Teilhabe jedes einzelnen Menschen ist individuell verschieden und in verschiedenen Teilbereichen des gesellschaftlichen Lebens unterschiedlich stark ausgeprägt. Eine adäquate Ausgestaltung der allgemeinen Regelsysteme im Sinne eines sog. Mainstreamings in den entsprechenden Fachpolitiken (also der Bildungs-, der Familien- oder der Arbeitsmarktpolitik) ist wirkungsvoller und auch systematisch überzeugender als Spezialgesetze, die sich nur auf Personen mit Migrationshintergrund beziehen. Bund, Länder und Kommunen sollten ihre Politik besser aufeinander abstimmen, dasselbe gilt für die Ressorts.
  • Um zu erfassen, wie sich Integrationsprozesse entwickeln, sollte der Bund ein Integrationsmonitoring gesetzlich verankern. Die entsprechende Absicht der Bundesregierung ist daher zu begrüßen. Dieses sollte sich nicht auf den strukturellen Bereich von Integration – Arbeitsmarkt, Bildung – beschränken, sondern darüber hinaus soziale und kulturelle Integration erfassen. Das Beobachtungssystem in Deutschland muss insgesamt verbessert werden: Es sollte einheitliche Indikatoren verwenden und dieselben Zielgruppen betrachten. Auch sollte die Fluchtzuwanderung der letzten Jahre gesondert erfasst werden.
  • Integrationsgesetze können Ziele und Richtung vorgeben, die Strukturen auf Landes- und kommunaler Ebene für eine erfolgreiche Integrationspolitik schaffen, und deutlich machen, dass Integration als Querschnittsaufgabe von der Politik erkannt und angegangen wird. Dasselbe gilt für Integrationskonzepte, die vor allem auf Länder- und kommunaler Ebene genutzt werden. Ausschlaggebend für den Erfolg sind eine konsequente Umsetzung und ein gutes Integrationsmonitoring.

Das SVR Jahresgutachten 2018 finden Sie hier.

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

360° – Fünf Bibliotheken in der Förderung

 

Vor einem Jahr berichteten wir an dieser Stelle über 360°, den von der Kulturstiftung des Bundes ausgeschriebenen Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft.

Die in der ersten von zwei Runden geförderten 17 Einrichtungen stehen nun fest. Unter ihnen befinden sich fünf Bibliotheken:  die Stadtbibliothek Köln, die Stadtbibliothek Bremen, die  Bücherhallen Hamburg, die Stadtbibliothek Heilbronn und die Stadtbibliothek Pankow.

Die Förderung beträgt je 360.000 € für Personal- und Projektmittel für einen Zeitraum von vier Jahren. In den genannten Häusern werden in den kommenden Monaten sogenannte Agentinnen und Agenten ihre Arbeit aufnehmen und entscheidend zur interkulturellen Öffnung beitragen.

Auf den Seiten des dbv informiert eine Pressemeldung über die 360° und das neue Programm „Stadtbibliotheken – Raum für Veränderung“.

Im Rahmen von 360° gibt es eine zweite Förderungsrunde, für die der Bewerbungsschluss am 30.06.2018 endet. Eine Infotour mit Details zu Programm und Bewerbung führt im Februar und März 2018 nach Halle, Nürnberg, Frankfurt und Hannover.

 

 

 

Survey – Services provided by European Academic Libraries when welcoming Refugees

Ein französischer Kollege bittet um Unterstützung für seine Dissertation. Wissenschaftliche Bibliotheken sind aufgerufen, sich an einer Umfrage zu Angeboten für Flüchtlinge zu beteiligen.

Das Thema interessiert auch uns als Kommission. Auch wir freuen uns über Kommentare, Gastbeiträge, Hinweise zu diesem Thema.

Hier das Schreiben des Kollegen mit dem Link zur Umfrage:

Dear colleagues,

I am conducting a survey to identify initiatives concerning services provided by European Academic Libraries when it comes to welcoming refugees. It will be used for a dissertation on social aspects of academic libraries for the specific purpose of the French State Curator Degree.

Should you be interested, you will find below the link to fill out the survey : http://enquetes.enssib.fr/index.php/769623?lang=en

Feel free to circulate the survey to academic libraries that may be concerned.

Thanks for your participation,

Timothée Rony

Student curator at the French LIS national school (Enssib)