Skripte der Vorträge auf dem Leipziger Bibliothekskongress sind online

Unter dem Titel „Bunt alleine reicht nicht! Interkulturelle Vielfalt mit Erfolg ins Team bringen“ hatte die dbv-Kommission für Interkulturelle Bibliotheksarbeit zu einer Session auf dem Bibliothekskongress 2019 in Leipzig eingeladen.

Infos zur Session

Die Folien zu den Vorträgen stehen auf dem OPUS-Server des BIB zum Download bereit.

„Bürokratische Hindernisse bei der Einstellung überwinden“ von Markus Saxinger

„Quereinsteiger*innen qualifizieren. Das Beispiel des Schweizer Modells von Interbiblio“ von Brikela Andrea und Therese Salzmann

Arabischsprachige Hörspielfassungen

Das Goethe-Institut Alexandria hat unter Leitung von Julia Tieke, Hörspielredakteurin Deutschlandradio Kultur, als Qualifizierungsprogramm für Kulturschaffende aus Ägypten zwei Hörspiele produziert.

Diese basieren auf den Kinderbüchern „Die kleine Hexe“ von Otfried Preussler und „Paulas Reisen“ von Paul Maar. Die arabischsprachigen Hörspielfassungen wurden im November 2018 öffentlich präsentiert und stehen nun zusammen mit einer Begleitinformation zur Nutzung auf der Homepage des Goethe-Instituts zur Verfügung.

https://www.goethe.de/ins/eg/de/kul/sup/esm.html (Deutsch)

https://www.goethe.de/ins/eg/ar/kul/sup/esm.html (Arabisch)

Interkulturelle Themen auf dem Bibliothekskongress in Leipzig – Teil 3

Montag, 18. März 2019, 13:00 – 13:30 Uhr, Podium der Verbände

Bibliotheksmitarbeiter mit Migrationshintergrund

Warum wir mehr BibliotheksmitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund brauchen: Barrieren, Brücken und andere gelebte Erfahrungen

Vortrag von Leslie Kuo, Stadtbibliothek Pankow, Berlin

Einige Bibliotheken in Deutschland arbeiten aktuell daran, ihre Angebote inklusiver für die wachsende Bevölkerung mit Migrationshintergrund zu gestalten, die bereits 22,5% der BewohnerInnen Deutschlands ausmacht. Neuere Studien zum Diversity Management in Bibliotheken zeigen, dass Menschen mit Migrationshintergrund nichtsdestotrotz immer noch wesentlich unterrepräsentiert in der Belegschaft vieler Bibliotheken sind. Die hier präsentierte explorative Untersuchung, die 2018 im Verbund der Berliner öffentlichen Bibliotheken durchgeführt wurde, legt den Fokus auf die gelebten Erfahrungen von BibliotheksmitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund. Nach einer berlinweiten Umfrage wurden qualitative Tiefeninterviews mit zwölf unterschiedlichen Kolleginnen mit Migrationshintergrund geführt: FaMI-Auszubildende bis hin zu BibliotheksleiterInnen, von relativ neu Eingewanderten zu gebürtigen BerlinerInnen. Diese Mitarbeiterinnen beschreiben Brücken und Barrieren, die sie zwischen sich selbst, den Bibliotheken und den BibliotheksbenutzerInnen erfahren. Sie berichten von ihren erlebten Herausforderungen und Chancen und beschreiben so Möglichkeiten, wie Bibliotheken Brücken für MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund bauen und dadurch neue Brücken zu der vielfältige Stadtgesellschaft schaffen können.

 

Interkulturelle Themen auf dem Bibliothekskongress in Leipzig – Teil 2

Die vom 360°-Fonds geförderten Bibliotheken präsentieren:

Montag, 18. März, 9:00-11:30 Uhr, Vortragsraum 11

Perspektiven der interkulturellen Öffnung: 360° Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft

Über den neuen Fonds 360° der Kulturstiftung des Bundes werden zurzeit fünf Bibliotheken – Hamburg, Berlin-Pankow, Bremen, Köln, Heilbronn – für einen Zeitraum von vier Jahren gefördert. Ziel ist die interkulturelle Öffnung der Pfeiler Publikum, Programm und Personal.

Jede der teilnehmenden Bibliotheken hat sich selbst unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Vier von den Bibliotheken werden in Kurzvorträge Best Practice Beispiele vorstellen, gefolgt von einer Podiumsdiskussion mit externen Expert*innen.

Kurzvorträge (1.5 Std)

  • Kulturstiftung des Bundes: Vorstellung des Programms 360° (Anna Zosik)
  • Stadtbibliothek Pankow: Wie profitieren Benutzer*innen konkret von mehr kultureller Vielfalt in der Belegschaft? (Leslie Kuo)
  • Stadtbibliothek Bremen: 20 Jahre Ausbildung zur/zum Fachangestellten für Medien und Informationsdienste – Ideen zu einer zielgruppen-adäquaten Ansprache und einem diversitäts-gerechteren Auswahlprozess von Bewerber*innen (Nora Neuhaus de Laurel)
  • Stadtbibliothek Heilbronn: Interkulturelle Öffnung durch neue Formen der Beteiligung. Nicht für die Zielgruppe planen – sondern mit ihr! (Denise Farag)
  • Stadtbibliothek Köln: „Maker interkulturell“ – Kulturelle Vielfalt (er)leben, Partizipation ermöglichen, Vernetzung schaffen (Melisa Bel Adasme)

Pause zum Austausch (15 Min)

Podiumsdiskussion: Interkulturalität in öffentlichen Bibliotheken – Hehres Ziel oder Realität? Herausforderungen und Lösungsansätze zur nachhaltigen interkulturellen Öffnung (1 Std)

Teilnehmer*innen:

Prof. Dr. Claudia Lux, Humboldt-Universität zu Berlin

Samira Zahra, Goethe Institut

Leyla Dewitz, TU Dresden

Dr. Andrés Nader, RAA Berlin

Weitere spannende Programmpunkte des Bibliothekskongresses finden sich hier:

Bibliothekskongress Leipzig 2019

Interkulturelle Themen auf dem Bibliothekskongress in Leipzig – Teil 1

Herzliche Einladung zur Session der dbv-Kommission für interkulturelle Bibliotheksarbeit auf dem Bibliothekskongress in Leipzig:

Bunt alleine reicht nicht! Interkulturelle Vielfalt mit Erfolg ins Team bringen

Mittwoch, 20.03.2019 von 14:00 – 15:30 Uhr, Vortragsraum 11

Ihre Stadt spricht 111 Sprachen! Wie viele Sprachen spricht Ihre Bibliothek? Wie international ist Ihr Team?

Viele Bibliotheken haben sich bereits auf den Weg gemacht, Ihr Kollegium interkultureller zu besetzen. Im Berufsalltag gilt es aber immer wieder Hindernisse zu überwinden. Wie das gelingen kann, zeigen Tipps und Praxisbeispiele in der öffentlichen Sitzung der dbv-Kommission Interkulturelle Bibliotheksarbeit.

Themenschwerpunkte unserer Expert*innen sind:

  • Bürokratische Hürden bei der Einstellung überwinden
  • Quereinsteiger*innen qualifizieren am Beispiel des Schweizer Modells von Interbiblio
  • Alltag live! Diverse Kolleg*innen stellen sich Ihren Fragen!

Wir freuen uns auf rege Teilnahme. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Kongressbeiträge unserer Kommissionsmitglieder:

  • Montag, 18.03.2019, 16:30 – 17:00 Uhr, Saal 1:
    • Gurkenquark und Sonnengruß: Ein Gesundheits- und Medienprojekt mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Britta Schmedemann, Stadtbibliothek Bremen
  • Montag, 18.03.2019, 17:30 – 18:30 Uhr, Saal 1:
    • Familienbildung im Fokus. Diesterweg-Stipendium und Stadtbücherei als Partner für erfolgreiche Bildungsbiographien. Silke Schumann, Stadtbücherei Frankfurt am Main

Für die Kongresstickets gibt es noch Frühbucher-Rabatt bis 31. Januar. Also nix wie los: Bibliothekskongress Leipzig 2019

 

Film zum Projekt „Deutsch lernen im virtuellen Klassenzimmer“

P1020280

Lerngruppe in der Stadtbibliothek Ludwigsburg

An dem Projekt nahmen insgesamt acht baden-württembergische Öffentliche Bibliotheken und eine Schulbibliothek in Niedersachsen teil (in zwei Projektphasen: Nov 2016 – Feb 2017, Nov 2017 – Feb 2018). Sie nahmen Live-Online-Kurse für Deutschlerner auf und zeigten, dass das virtuelle Format digitale Lernangebote von Bibliotheken durchaus ergänzen kann. Das Projekt fand auch auf internationaler Ebene Beachtung: auf der Jahreskonferenz des amerikanischen Bibliotheksverbandes in New Orleans wurden Methode und die Projekt-Ergebnisse vorgestellt.

Links zu den Filmen:
https://youtu.be/xSUfeATUy4A  (deutschsprachige Ausgabe)

https://youtu.be/ikCNP2A90zg (englischsprachige Ausgabe)

Weitere Informationen zu dem Projekt sind unter folgendem Link zu finden:

https://www.bibliotheksverband.de/landesverbaende/baden-wuerttemberg/aktivitaeten/e-learning-projekte.html

Pressemeldung lesen: PM Best Practice in USA – Deutsch lernen im Virtuellen Klassenzimmer

Die Wochenzeitung „Das Parlament“ in Leichter Sprache

Die Redaktion der Wochenzeitung „Das Parlament“ hat sich entschlossen, ihre Ausgaben mit Informationen in „Leichter Sprache“ zu ergänzen. In einer vierseitigen, herausnehmbaren Beilage werden aktuelle politische Begriffe und Themen in Wort und Bild von Fachleuten verständlich aufbereitet.

Die Kunst besteht darin, komplexe Zusammenhänge auf den jeweiligen Kern zu reduzieren. Dabei muss allerdings der Sinn der Aussage erhalten bleiben. Die Erklärung darf also nicht so verkürzt werden, dass die Vereinfachung die Botschaft manipuliert.

Die Beilage liegt ab sofort jeder Ausgabe von „Das Parlament“ bei und steht auch als E-Paper unter www.das-parlament.de zur Verfügung. Das Dokument kann als PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden. Inhaltliche Beschränkungen gibt es nicht.

In der Ausgabe Nr. 93 „Probleme im Flüchtlings-Amt“ geht es zum Beispiel um die BAMF-Affäre. Aber auch internationale Themen werden aufgegriffen, wie zum Beispiel „Wahl in Russland“ im März 2018. Komplexe politische und gesellschaftliche Fragestellungen unterschiedlichster Art werden erklärt: Gleichstellung, Mietpreis-Bremse, Datenschutz und vieles mehr. Auch rückwirkend eine wahre Fundgrube.

https://www.bundestag.de/leichte_sprache/was_macht_der_bundestag/parlament