Plakat-Aktion „Bremen lebt Vielfalt“

Öffentliche Bibliotheken bieten erfolgreich schon seit vielen Jahren interkulturelle Angebote für ihre Kund*innen aus verschiedensten Kulturen an. Aktuell wächst auch das Verständnis dafür, dass neben diesen Angeboten auch die Vielfalt in den eigenen Teams ein großes Potential mit sich bringt. Das brachte Britta Schmedemann, Zielgruppenbeauftragte der Stadtbibliothek Bremen, auf die Idee, die Vielfalt in den Teams noch deutlicher sichtbar zu machen, nach dem Motto: Diversity macht uns erfolgreich. Gemeinsam mit dem Bremer Rat für Integration (BRI) und dem Bündnis „Bremen ist bunt“ (Bib) konnte diese Idee ausgebaut werden, so dass nun nicht nur die Vielfalt der Stadtbibliothek Bremen sichtbar ist, sondern auch vieler weiterer Unternehmen und Institutionen in Bremen.

Nach dem Vorbild eines Banners der Berliner Philharmoniker wurde ein Rahmenplakat gestaltet, das von allen Einrichtungen und Firmen individuell gefüllt wird mit Logo, Unternehmensfarbe und drei aussagekräftigen Zahlen: Anzahl der Mitarbeiter*innen, Anzahl der Herkunftsländer und Anzahl der Sprachen. Unter dem Titel „Wir sind für Vielfalt und eine offene Gesellschaft“ werden im Oktober die Zahlen von 18 Bremer Unternehmen sowie der Bremischen Bürgerschaft auf 100 Großplakaten im Stadtgebiet sichtbar gemacht. Außerdem kann jedes Unternehmen die eigenen Plakate zur Innen- und Außenwirkung nutzen. Zahlreiche Unternehmen und Initiativen sind an der Aktion beteiligt: Von Werder Bremen über die Hochschule Bremen und der Stadtbibliothek Bremen bis hin zu den Atlantic Hotels. Und es sollen noch mehr werden. Für weitere Informationen zu der Aktion steht Britta Schmedemann gerne zur Verfügung: britta.schmedemann@stadtbibliothek.bremen.de

Hier klicken, um die Plakat-Vielfalt zu sehen.

Britta Schmedemann und Barbara Lison

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Habt Ihr eigentlich die Bibliotheken auf dem Schirm?

Neben vielen sehr interessanten Vorträgen und Fachforen gab es beim 6. Bundesfachkongress Interkultur vom 03.-05.04.2017 in Braunschweig die Möglichkeit, im Rahmen eines Intercultural Slam eigene Projekte und Ideen kurz und knackig vorzustellen.

Beim Kongress trafen sich Vertreter und Vertreterinnen aller Sparten bundesweit. Leider waren die Bibliotheken kaum präsent. Einzelne lokale Projekte vorzustellen, schien in diesem Kontext wenig sinnvoll.

Für die Kommission für interkulturelle Bibliotheksarbeit des dbv habe ich deshalb für Bibliotheken als Kooperationspartner geworben.

Habt Ihr eigentlich die Bibliotheken auf dem Schirm?

Mit Hilfe eines von Kollegin Jana Dieterich (herzlichen Dank!) gestalteten Bücherhallen-Schirms habe ich in vier Minuten erläutert: Bibliotheken sind tolle Kooperationspartner. Sie haben meist attraktive Öffnungszeiten, sind mit ihren Filialen in der ganzen Stadt und damit ganz nah an den Menschen und erreichen mit ihren Angeboten sehr viele Menschen mit Migrationshintergrund.

Bibliotheken können als Brückenbauer und Türöffner wirken. Kooperationen sind mit fast allen Sparten denkbar und vielfach bereits umgesetzt. Die hier gezeigten Symbole stehen für Festivals, Theater, Musikeinrichtungen, Stadtteilkulturzentren…

Der abschließende Appell lautete: „Wenn Eure Bibliothek noch nicht auf Euch zugekommen ist, sprecht sie einfach an.“