Habt Ihr eigentlich die Bibliotheken auf dem Schirm?

Neben vielen sehr interessanten Vorträgen und Fachforen gab es beim 6. Bundesfachkongress Interkultur vom 03.-05.04.2017 in Braunschweig die Möglichkeit, im Rahmen eines Intercultural Slam eigene Projekte und Ideen kurz und knackig vorzustellen.

Beim Kongress trafen sich Vertreter und Vertreterinnen aller Sparten bundesweit. Leider waren die Bibliotheken kaum präsent. Einzelne lokale Projekte vorzustellen, schien in diesem Kontext wenig sinnvoll.

Für die Kommission für interkulturelle Bibliotheksarbeit des dbv habe ich deshalb für Bibliotheken als Kooperationspartner geworben.

Habt Ihr eigentlich die Bibliotheken auf dem Schirm?

Mit Hilfe eines von Kollegin Jana Dieterich (herzlichen Dank!) gestalteten Bücherhallen-Schirms habe ich in vier Minuten erläutert: Bibliotheken sind tolle Kooperationspartner. Sie haben meist attraktive Öffnungszeiten, sind mit ihren Filialen in der ganzen Stadt und damit ganz nah an den Menschen und erreichen mit ihren Angeboten sehr viele Menschen mit Migrationshintergrund.

Bibliotheken können als Brückenbauer und Türöffner wirken. Kooperationen sind mit fast allen Sparten denkbar und vielfach bereits umgesetzt. Die hier gezeigten Symbole stehen für Festivals, Theater, Musikeinrichtungen, Stadtteilkulturzentren…

Der abschließende Appell lautete: „Wenn Eure Bibliothek noch nicht auf Euch zugekommen ist, sprecht sie einfach an.“

6. Bundesfachkongress Interkultur vom 03.-05.04.2017 in Braunschweig

Vom 03.-05.04.2017 findet der 6. Bundesfachkongress Interkultur  „Land in Sicht – Interkulturelle Visionen für Heute und Morgen“ in Braunschweig statt.

Zeitgleich zur Themenwoche Interkultur des Staatstheater Braunschweigs entwickelt der Kongress Visionen für das Themenfeld „Interkultur“. Veranstaltet vom Bundesweiten Ratschlag für kulturelle Vielfalt, dem Forum der Kulturen Stuttgart e.V. und dem Haus der Kulturen Braunschweig e.V. macht der im zweijährigen Rhythmus stattfindende Kongress diesmal Station in Braunschweig. Dabei bringt er Akteure aus Politik und Verwaltung, dem Kultur-, Jugend-, Bildungs- und Sozialbereich sowie der internationalen Entwicklungszusammenarbeit zusammen.

 

Eröffnet wird die Veranstaltung u. a. mit Beiträgen der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic, und der Parlamentarischen  Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Caren Marks. Zum Auftakt gibt die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo ihre literarische Antwort für Menschen ohne Migrationshintergrund „Die Entdecker oder die Entdeckten.  Was kam zuerst?“ und Heribert Prantl, Jurist, Autor und  Journalist bei der Süddeutschen Zeitung, sein Statement „Heimat in flüchtigen Zeiten“.

Inhalt des zweiten Tages des Kongresses sind insgesamt sechs Fachforen, die sich mit den kulturgesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen.

Der dritte Tag bildet den Abschluss des Kongresses, zu dem wir die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor mit ihrem Beitrag „Willst Du Dein Land verändern…“ erwarten  sowie die Kabarettistin Idil Baydar

Unter http://bundesfachkongress-interkultur-2017.de finden sich alle weiteren Einzelheiten und die Anmeldung.